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Presseberichte

Berufswahl bei Rheumakranken doppelt schwer

03.09.2009  |   Kategorie: 2009

Sendenhorst - „Viele Rheumapatienten besitzen besondere Fähigkeiten“, führt Arnold Illhardt, Diplom-Psychologe in der „Polarstation“ im St.-Josef-Stift, aus. „Die Krankheit hat mich stark und selbstbewusst gemacht, erzählte mir eine ehemalige Patientin. In der Tat haben viele rheumakranke Jugendliche eine große soziale Kompetenz, sind Streitschlichter, Führungspersonen, Klassensprecher und besitzen eine große Teamfähigkeit und Firmentreue.“ Gerade hier müsse noch viel Aufklärungsarbeit bei den Arbeitgebern geleistet werden, die oft Vorbehalte hätten und nur die Krankheit und die damit eventuell verbundenen Einschränkungen sehen würden, ist sich der Psychologe sicher.

Hier greift der Rheumaverband ein, dessen Sozialarbeiterin Christine Göring sich auch um die berufliche Integration der regelmäßigen Patienten der „Polarstation“ kümmert. „Die Berufswahl von Jugendlichen mit Rheuma ist doppelt schwer“, weiß sie. „Ich fahre daher mit den Jugendlichen zum Berufsinformationszentrum nach Ahlen und führe Gespräche mit den Arbeitgebern vor Ort, um über die Krankheit aufzuklären.“

Auch Chefarzt Dr. Gerd Ganser steht hinter der Selbsthilfe, die der Rheumaverband anbietet: „Durch die berufliche Frühintegration können die Jugendlichen ihren Weg viel sauberer bestimmen. Der Versorgungsauftrag des Krankenhauses endet irgendwo, das Leben zu Hause in der Familie geht aber weiter“, erläutert er. „Die Verzahnung mit dem Bundesverband führt dazu, dass zu Hause weiter an der Integration und an der Lebensqualität gearbeitet werden kann.“

Nicht umsonst nennt er das Familienbüro des Rheumaverbandes im Sockelgeschoß des St.-Josef-Stifts die „Gute Stube“. Seit nunmehr 19 Jahren ist der Verband dort ansässig. 420 Familien aus ganz Deutschland seien momentan Mitglieder, erzählt Vorsitzende Gaby Steinigeweg. „Hier haben die Patienten die einmalige Möglichkeit, durch die krankenhauseigene Schule und die anderen Angebote fit für zu Hause zu werden und Kontakte zu knüpfen“, betont Dr. Gerd Ganser. Dass die Integration funktioniert, merken sie an den Besuchen früherer Patienten, die mittlerweile erwachsen geworden sind. „So weiß ich das Schicksal unserer Patienten in guten Händen.“

Dem stimmt Christian Müller von der Firma „G+H Metalltechnik“ zu, dessen Tochter an Rheuma erkrankt ist und ebenfalls im St.-Josef-Stift in Behandlung war. Sein Arbeitgeber gehört zum „Vinci“-Konzern, erklärt er. Etwa 20 Firmen des „Networking West“ treffen sich regelmäßig und hatten in diesem Zusammenhang beschlossen, für eine gute Sache Spenden zu sammeln.

Mit einem Scheck in Höhe von 8000 Euro möchte er nun diese Integrationsarbeit, die der Rheumaverband leistet, unterstützen. Zusammen mit seiner Kollegin Sabrina Petschulat überreicht er stellvertretend für „Networking Vinci West“ den Scheck und stellt zudem noch die Möglichkeit eines Betriebspraktikums für interessierte Rheumapatienten in Aussicht.

 


Donnerstag, 03.09.2009 | Quelle: Westfälische Nachrichten

 

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