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Presseberichte

Mittendrin statt außen vor

26.01.2006  |   Kategorie: 2006

Rheumakranke Jugendliche suchen Ausbildungsplätze

 

Von M. Schwakenberg, Münster

Realschule, Fachabi, Ausbildung: Bei Philipp Döring aus Münster läufts derzeit nicht schlecht. Doch der 19-Jährige hat ein Handicap: Rheuma. Als ich acht Jahre alt war, haben Ärzte die Krankheit bei mir erkannt. Aber seit drei Jahren bin ich medikamentenfrei, berichtet der angehende Augenoptiker. Gelenkentzündungen in seinen Knien, Füßen und Händen hat er im Griff.

Von einem solchen Zustand kann kann Nina Theeßen aus Enniger nur träumen. Bei ihr sind die inneren Organe von der Krankheit betroffen, vor allem die Lunge. Zwar hat die Schülerin der Realschule St. Marin super Noten. Aber einen Ausbildungsplatz zu finden, ist für sie trotzdem recht schwer. Bei einem kleinen Schnupfen muss sie zu Hause bleiben. Dass kann sich bei mir schnell zu einer Lungenentzündung entwickeln, erklärt die 16-Jährige mit den langen blonden Haaren und dem freundlichen Blick. Und bis zu 100 Fehlstunden auf dem Zeugnis schreckten so manchen potenziellen Arbeitgeber schon früh ab.
In den Räumen der Industrie- und Handelskammer hat der Verein zur Förderung und Unterstützung rheumatologisch erkrankter Kinder und Jugendlicher und deren Familien gestern Morgen sein Projekt Mittendrin statt außen vor vorgestellt. Es soll betroffenen Jugendlichen helfen, einen Ausbildungsplatz und später eine Anstellung zu bekommen. Wie unterschiedlich der Krankheitsverlauf ist, zeigten die Schilderungen von Philipp und Nina.
Jugendliche mit Rheuma haben sehr oft hohe soziale Kompetenzen und zeichnen sich später durch eine große Treue zum Betrieb aus. Außerdem sind die Fehlzeiten im Schnitt nicht höher als bei anderen Arbeitnehmern, brach Dr. Gerd Ganser, Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendrheumatologie im St.-Josef-Stift, eine Lanze für seine Patienten.
Sozialarbeiterin Kathrin Wersing legte zudem dar, dass es für Arbeitgeber von betroffenen Jugendlichen umfangreiche Zuschüsse gebe. Doch häufig wüssten die Mitarbeiter der Arbeitsagenturen selbst darüber zu wenig Bescheid.
Unterstützt wir das Projekt von Karin Clement, Ehefrau des ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie Schirmherrin einer Benefizgala am 18 März in Brökers Speicher No. 10. Die Veranstaltung soll Unternehmer und Betroffene bei einem hochkarätigen Programm mit Kabarett und Livemusik für alle Altersklassen zusammenbringen.
Karin und Wolfgang Clement haben ihr Kommen schon zugesagt.


Donnerstag, 26. Januar 2006  |  Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)

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